Musik, Musik vertontes Gedicht (franz)

Les soldats

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Les soldats
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Ebenfalls aus einer lang nicht geöffneten Festplatte, ist dieses Stück.

Ein vertontes Gedicht, das ich etwa 2008 geschrieben habe.

Die Übersetzung hat meine Mutter vorgenommen. (Dickes Merci an dieser Stelle)

Es ist eins meiner favorisierten Stücke. Zwar ist es zur Zeit nicht gerade unser aller aktuelles Thema 

dennoch nicht ganz aus der Welt..

 

 

Les soldats

 

Als sie am nächsten Morgen erwachen 

reiben sie sich die Augen 

geblendet von dem grellen Licht des Morgens

mit verschwitzten Gesichtern

glücklich wie Kinder bei sich zuhause 

in gestreiften Schlafanzügen 

die bekamen es mit der Angst zu tun

 

 

Die Soldaten haben im Krieg geschlafen nur 

sie haben schwer geträumt 

in schwülen, abgedunkelten Kammern 

ohne viel Luft zum Atmen 

 

Das Rot auf grauer Erde 

in Nebel getaucht das Morgengrauen

unwirklich war das

und fern vom Gelebten 

mit dem Geschrei von Schülern 

auf dem Schulhof

das bekannte Läuten einer Glocke 

dieses Rot auf der grauen Erde 

diese roten Flecke auf der grauen Erde 

 

Soldaten haben im Krieg geschlafen nur 

sie haben schwer geträumt 

ihre schweißnassen Haare 

ihre Alpträume

im Klang von  kleinem Seufzen

die hört man nicht aus den Zimmern heraus 

 

Gesichter in schwarzem Ruß getaucht 

die sind auch unter Helmen nicht geschützt 

und das Schwarz legt sich auf alles 

auf jeden unschuldigen Gegenstand 

Tische, Brot und Bücher 

auf Abschied und Tränen 

das Feuer entlang sich frisst 

entlang durch Flure und Tűren 

 

Soldaten haben nur geschlafen im Krieg 

sie haben schwer geträumt 

mit aufgerissenen Augen 

und leeren Blicken 

als könne man Gnade nur töten im Traum 

 

Der Herrscher schreit RUHE 

Soldaten gehorchen 

werfen einen kurzen Blick auf das Getane 

ein kurzer Moment in gleißendem Licht 

ein kurzer Moment der Klarheit

das Ausmaß der Verwüstung ahnend 

und fühlen Ekel vor sich selbst 

------------

 

bis zu dem Moment

als die Türe sich öffnet 

die vertrauten Gesichter der Liebsten 

durch den hellen Spalt sich zeigen 

 

ahnungslos und unwissend und 

dumm 

- wie immer